Spürst du die Gefahr für deinen Wald? Die Hitze und Trockenheit haben die Fichtenwälder in unserer Region geschwächt und bieten dem Borkenkäfer perfekte Bedingungen zur rasanten Vermehrung. Um eine unkontrollierte Massenvermehrung und das großflächige Absterben ganzer Waldbestände zu verhindern, sind alle Waldbesitzer dringend zum Handeln aufgefordert. Als Privatwaldbesitzer bist du verpflichtet Gefahren durch Forstschädlingen abzuwehren und trägst eine große Verantwortung!
Kontrolliere deine Fichtenbestände aktuell mindestens einmal pro Woche auf folgende Befallsmerkmale:
Braunes Bohrmehl auf Rindenschuppen oder am Stammfuß
Frischer Harzfluss
Abfallende grüne Nadeln
Ablösende Rinde
Befallene Bäume müssen umgehend gefällt und das Holz schnellstmöglich aus dem Wald entfernt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dabei ist ein Mindestabstand von 500 Metern zu gefährdeten Nadelholzbeständen einzuhalten. Verzögerungen erhöhen das Risiko, dass die nächste Käfergeneration gesunde Bäume befällt. Kann das befallene Holz nicht rechtzeitig abgeführt werden, muss es im Wald entrindet oder durch insektizidfreie Methoden, wie beispielsweise das Hacken, unschädlich gemacht werden.
Gemeinsam den Wald schützen: Ein wirksamer Schutz vor der Borkenkäferplage gelingt nur, wenn alle Waldbesitzer – über Grundstücksgrenzen hinweg – lückenlos zusammenarbeiten.
Bei Fragen zur Schadenserkennung, zu Aufarbeitungsmöglichkeiten oder zu aktuellen staatlichen Förderprogrammen wende dich direkt an das Kreisforstamt oder die örtliche Revierleitung.
Kontakt:
Kreisforstamt
07121/480-3210
forstamt@kreis-reutlingen.de